Um Netzwerkbelastung vorzubeugen, halbiert Apple TV+ seine Bitrate in Europa
Streaming ist ein beliebter Zeitvertreib in Isolation. Um konstanten Service bieten zu können, bremsen immer mehr Anbieter ihre Geschwindigkeiten - nun auch Apple

In Zeiten der sozialen Distanzierung werden Beschäftigungen innerhalb des Hauses beliebter denn je - so beliebt, dass Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime und selbst YouTube sich gezwungen fühlen, ihre Stream-Qualität zu verringern um ihren Service so lange wie möglich flüssig und geschmeidig anbieten zu können. Dem tut auch Apple nun gleich, welches den Beschluss getroffen hat, während der Pandemie die Bitrate beim Streamen von Apple TV+ in Europa zu halbieren.
Dies ist ein besonderer Fall, da auf Apple TV+ Filme und Serien im Normalfall bislang sowohl in HD als auch in 4K verfügbar sind. Die Entscheidung des Anbieters führt so zu ungewohnten Einbrüchen in Bildqualität - während Anbieter wie Netflix und Amazon Prime noch konstante HD Qualität anbieten können, läuft Apple TV+ teilweise weit darunter. Insbesondere auf größeren Bildschirmen die für 4K ausgelegt sind, ist die Minderung in Qualität merkbar, da die Komprimierung in Pixeldichte bei diesen Geräten am meisten hervorsticht.
Die genaue Dauer dieser Beschränkung ist noch ungewiss. Netflix hat angekündigt "aufgrund der außergewöhnlichen Herausforderungen die der Coronavirus mit sich gebracht hat [...] die Bitrate über alle Streams in Europa für die nächsten 30 Tage zu reduzieren" (Quelle: bbc.com/news/technology-51968302, frei übersetzt). Apple hat sich allerdings bislang noch nicht dazu geäußert.
Das resultierende Problem der 4K-Qualität für Netflix gilt jedoch nicht für Apple. Hierzu haben sich Kunden beschwert, dass sie die volle Leistung ihrer 4K-Abonnements nicht mehr nutzen können, und fordern so nach einer Preisreduzierung. Da Apple TV+ nur ein einheitliches Abonnement anbietet - welches nur theoretisch 4K anbieten kann - gilt dieses Problem nicht für den Anbieter.
Je nachdem wie Internet-Provider mit den neuen Umständen umgehen, ist es allerdings möglich, dass Streaming-Services diese Entwicklung in naher Zukunft wieder rückgängig wirken lassen. Falls Provider mit denen neuen Nutzerzeiten- und Zahlen zurechtkommen und die Breitbandverbindung jenen erfolgreich anpassen, könnten Streaming-Dienste ihre Qualität in den kommenden Wochen wieder hochfahren.
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