Apple verkündet Quartalsergebnis: Weniger Gewinn trotz erneuter Umsatzsteigerung
Gestern Abend gab Apple das Ergebnis für das vergangene Quartal bekannt. Die Zahlen konnten einmal mehr beeindrucken, wenngleich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas geringer ausfällt.

Wenn Apple einmal im Quartal zur Verkündung der Quartalszahlen einlädt, stellt sich immer wieder die Frage, ob das Unternehmen auch in den zurückliegenden Monaten seine Ziele erreichen konnte. Zuletzt brach der iPhone-Hersteller einen Umsatzrekord nach dem anderen. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Krise gingen nicht wenige von einem nun drohenden Zahleneinbruch aus. Massive Einschnitte durch Lieferprobleme sorgten vor allem in der Mac-Sparte für wochenlange Verzögerungen.
Die nun vorgelegten Zahlen von April bis Juni zeigen jedoch, dass Apple einmal ohne große Einbußen durch die letzten Monate gekommen ist. Erneut wurde ein Rekord gebrochen: 83 Milliarden US-Dollar Umsatz konnte Apple zuvor im Juni-Quartal noch nie vorweisen. Der Gewinn fiel mit 19,4 Milliarden Dollar allerdings geringer aus als im Vergleichszeitraum. Im Vorjahr erzielte Apple im gleichen Zeitraum noch einen Gewinn von 21,7 Milliarden Dollar. Grund für den Rückgang seien die stark gestiegenen Kosten im Bereich der Fertigung und der Logistik, so Apple.
Die Zahlen (Dollar) im Detail:
- Umsatz: 83 Milliarden (Vorjahreszeitraum 81,43 Milliarden)
- Gewinn: 19,4 Milliarden (Vorjahreszeitraum 21,7 Milliarden)
- iPhone: 40,6 Milliarden (Vorjahreszeitraum 39,6 Milliarden)
- Mac: 7,3 Milliarden (Vorjahreszeitraum 8,2 Milliarden)
- iPad: 7,2 Milliarden (Vorjahreszeitraum 7,4 Milliarden)
- Dienste: 19,6 Milliarden (Vorjahreszeitraum 17,5 Milliarden)
- Sonstiges: 8,1 Milliarden (Vorjahreszeitraum 8,7 Milliarden)
Breite Aufstellung als Erfolgskonzept
Beim Blick auf die einzelnen Sparten wird deutlich, wie breit Apple sein Angebot mittlerweile streuen kann. Ausfälle in einzelnen Bereichen fallen dadurch nicht mehr so stark ins Gewicht wie zu früheren Zeiten.
Das größte Zugpferd ist natürlich nach wie vor noch das iPhone. Dahinter folgt inzwischen seit geraumer Zeit die Dienste-Sparte, die vor allem aus einem wichtigen Grund von besonderer Bedeutung ist: Im Dienstesektor entstehen für Apple keinerlei Abhängigkeiten von Lieferketten oder externen Partnern.
An Apples Haltung, keinen Ausblick auf die kommenden Monate und Jahre zu geben, haben wir uns bereits gewöhnt. So bleibt es nur abzuwarten, mit welchen Zahlen CEO Tim Cook in etwa drei Monaten zur nächsten Pressekonferenz erscheint.
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