Anonyme Check-In-Funktion für Gastronomie & Co: Corona-Warn-App 2.0 soll Mitte April erscheinen
Die Corona-Warn-App soll schon bald mit einer neuen Funktion ausgestattet werden, um anonym in gastronomische Einrichtungen, Sportstätten oder bei Events einzuchecken. Das Bundesgesundheitsministerium hat nun verraten, dass die Check-In-Funktion Mitte April freigeschaltet werden soll.

Vor gut zwei Wochen haben wir über ein neues Feature der Corona-Warn-App berichtet, welches das Einchecken in Gaststätten, Restaurants oder bei Veranstaltungen deutlich vereinfachen soll. Die Rede ist von der sogenannten Check-In-Funktion, die mit Version 2.0 Teil der Corona-Warn-App werden soll.
Wann die neue Version der Corona-Warn-App genau erscheinen soll, war vor zwei Wochen noch nicht bekannt. Gegenüber der Tagesschau hat sich die Bundesregierung nun zur Einführung geäußert und nennt einen konkreten Termin: Am 16. April soll es so weit sein.
Anonyme Check-In-Funktion als Gamechanger für die App?
Bisher wird die Corona-Warn-App vergleichsweise wenig genutzt. Über die App wurden bis dato knapp 324.000 Warnmeldungen abgesetzt. Wenn man bedenkt, wie viele aktive Smartphones in Deutschland angemeldet sind und behält die 2,9 Millionen Ansteckungen im Hinterkopf, ist das ein niedriger Wert.
Die neue Check-In-Funktion könnte die Akzeptanz der Corona-Warn-App deutlich steigern. Will man eine Gaststätte oder ein Restaurant besuchen, reicht es ab dem 16. April, wenn man den von der App erzeugten QR-Code am Eingang scannt. Die Angabe des Namens, einer E-Mail-Adresse oder der Telefonnummer ist dann nicht mehr notwendig. Die Kontaktverfolgung wird über die anonyme ID abgewickelt, wie man sie schon von der App kennt.
Vorteil gegenüber anderen Tracking-Apps
Dank der anonymen User-IDs ist die Corona-Warn-App gegenüber anderen Apps in Sachen Datenschutz klar im Vorteil. Eine alternative Software ist "Luca", eine App, die ebenfalls die Gästeregistrierung anbietet und vom Texter und Rapper Smudo beworben wird. "Luca" funktioniert allerdings nur, wenn man sich mit seinem Namen und der Telefonnummer registriert.
Wie die Bundesregierung mitteilt, wird der Großteil der Warn-Apps untereinander kompatibel sein. Ein mit der Corona-Warn-App generierter QR-Code kann beispielsweise in einen Code der Luca-App integriert werden, sodass beide Apps auf ein und denselben QR-Code zugreifen können.
Umsetzung noch unklar
Zur Umsetzung der Erfassung von QR-Codes an den Eingangsbereichen der verschiedenen Einrichtungen hat sich die Bundesregierung in ihrem Statement nicht geäußert.
In Ländern wie Großbritannien kann man schon seit einem halben Jahr via QR-Code in verschiedene Bereiche einchecken. Vor den Eingängen hängen dort Poster mit den Code für den Eintritt. Die britische Warn-App kann seitdem mehr Downloads vorweisen als das deutsche Pendant.
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