darktable - eine Alternative zu kommerzieller Fotobearbeitungssoftware?
Fotobearbeitung kann schnell teuer werden, wenn man professionelle Programme nutzen möchte. Dabei gibt es im Open Source Bereich längst gute Konkurrenten, wie darktable.

Wer Fotos bearbeitet und entwickelt, wird auf dem Markt vor eine große Auswahl an Software gestellt. Nicht wenige Programme locken dabei mit einer Fülle an Tools und Bearbeitungsmöglichkeiten, kosten aber ebenso viel Geld. Dabei müssen es nicht immer Lightroom und Co. sein, auch unter den kostenfreien Open Source Programmen lassen sich inzwischen fast ebenso gute Alternativen finden. Dazu zählt unter anderem auch darktable, das sowohl für MacOS, als auch für Windows und Linux verfügbar ist.
Das kann darktable
darktable ist ein leistungsstarkes Bildbearbeitungsprogramm, das nicht nur JPG Dateien, sondern vor allem auch RAW Fotos verarbeiten kann. Die Oberfläche besteht im wesentlichen aus zwei Reitern, dem Leuchttisch und der Dunkelkammer.
Im Leuchttisch kann man seine Bilder verwalten. Das heißt, dass man dort einzelne oder mehrere Bilder sowie Foto-Ordner von dem Computer oder einer angeschlossenen Kamera importieren und die Metadaten einsehen oder manipulieren kann. Importierte Fotos werden als Vorschaubilder angezeigt und lassen sich über Voreinstellungen beliebig neu sortieren und gruppieren. Bereits getätigte Bearbeitungsschritte an einem Bild lassen sich in sogenannten Stilen abspeichern und auf andere Bilder dann automatisch anwenden. Außerdem kann man die Bilder nach dem Bearbeiten in beliebige Formate exportieren.
In der Dunkelkammer geschieht die eigentliche Bildbearbeitung. Hier gibt es 67 verschiedene Module, die auf das Bild angewendet werden können. Einige davon sind speziell auf Bilder im Rohbildformat abgestimmt, wie die chromatische Aberration, die Abbildungsfehler optischer Linsen korrigiert. Die meisten Module jedoch lassen sich auch auf JPG Bilder anwenden. Mit ihnen lässt sich nicht nur das Histogramm anpassen, sondern auch Schatten und Spitzlichter korrigieren, Farben angleichen, Frequenzen verändern, Verzerrungen heraus rechnen und mehr. Die einzelnen Bearbeitungsschritte werden in einem Verlauf gespeichert, der sich jederzeit revidieren lässt. Wenn ein Modul nur einzelne Bildbereiche verändern soll, können hierfür Bildmasken angelegt werden. Oft genutzte Module lassen sich in einem Reiter Favoriten anlegen, sodass diese schnell wiedergefunden werden.
Das Besondere an darktable
Vom Design her erinnert darktable stark an das kommerzielle Lightroom. Benutzer können sich fast intuitiv zurechtfinden, und werden trotzdem immer wieder neue Möglichkeiten und Tools entdecken. Neben dem Leuchttisch und der Dunkelkammer gibt es außerdem noch einige besondere Funktionen: Die Bilder im Leuchttisch lassen sich in einer Diashow wiedergeben. Auf einer separaten Weltkarte werden die geografischen Standorte angezeigt, an denen die Bilder erstellt wurden, sofern die Informationen dazu in der Bilddatei vorhanden sind. Ist ein Drucker angeschlossen, lassen sich die Bilder auf direktem Wege ausdrucken. Außerdem unterstützt darktable Tethering: Ist eine Kamera über ein Kabel angeschlossen, kann man die Aufnahmen und Kameraeinstellungen direkt auf dem Computer durchführen, sodass man die Kamera nicht mehr berühren muss. Dies ist besonders bei Langzeitaufnahmen sinnvoll.
Fazit
darktable ist ein Profitool, welches den "großen Programmen der Bildbearbeitung" durchaus Konkurrenz machen kann. Nicht nur ein Amateur kann mit Hilfe der Software auf seine Kosten kommen, auch einem Experte werden genügend Funktionen geboten. Letztendlich ist darktable meiner Meinung nach das beste Beispiel dafür, dass es nicht immer etwas kostspieliges benötigt, um etwas gutes zu bekommen.
Wie bereits erwähnt steht darktable für diverse Betriebssysteme zur Verfügung und ist z.B. als Mac-Version nur 76 MB groß. Um optimal zu laufen, werden mindestens 4GB freier Speicherplatz empfohlen.
Weitere Details finden sich auf der darktable Website.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

Apple patentiert Unterwasser-Fotografie mit einheitlicher Schutzschicht
Apple hat ein Patent für eine innovative Unterwasser-Fotografie-Technologie erhalten, das Dome-Ports durch eine einzelne, einheitliche Schutzschicht ersetzen soll. Die Lösung könnte in einem iPhone-Case untergebracht werden.

iPhone 18 Pro: Die wichtigsten Features im Überblick
Apple bringt im September das iPhone 18 Pro mit einer Reihe neuer Features. Von einem 2nm-Chip über eine kleinere Dynamic Island bis hin zu Satellit-5G – ein Überblick über die gerüchteten Innovationen.

iPhone 18 Pro: Erste Hüllen geleakt – Design bleibt vertraut, Kompatibilität ungewiss
Transparente Schutzhüllen für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sind aufgetaucht und zeigen ein vertrautes Design. Trotz optischer Ähnlichkeit zum iPhone 17 Pro sind die Modelle wahrscheinlich nicht kompatibel.

iPhone 18 Pro: Kamera, Akku und Design im Fokus
Apple setzt beim iPhone 18 Pro auf drei gezielte Hardware-Updates: eine variable Blende, einen effizienteren Chip und eine kleinere Dynamic Island.

iOS 27: Apple überarbeitet Kamera-App mit anpassbaren Widgets
Mit iOS 27 bekommt die iPhone-Kamera ein umfassendes Redesign. Nutzer können Bedienelemente wie Blitz und Belichtung als Widgets frei platzieren. Zudem soll ein neuer Siri-Modus die visuelle Erkennung unterstützen.

Apple plant Kamera-Anhänger und Smart-Brille
Apple arbeitet an einem innovativen Wearable in der Größe eines AirTags sowie einer neuen Smart-Brille. Beide Geräte sollen eng mit dem iPhone und KI-Funktionen vernetzt sein.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.