Microsoft zieht Konsequenzen: Richtlinien des App Stores verhindern Spiele-Streamingdienst xCloud für iOS & iPadOS

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Stefan

Microsoft startet am 15. September seinen Spiele-Streamingdienst xCloud. Wie jetzt bekannt wurde, hat der Konzern die Entwicklung der iPhone- und iPad-App nun gestoppt. Schuld sind die strengen Restriktionen im App Store, was Apple nun bestätigte.

Microsoft zieht Konsequenzen: Richtlinien des App Stores verhindern Spiele-Streamingdienst xCloud für iOS & iPadOS

Streamingdienste für Spiele gibt es mittlerweile einige. Neben Apps für die PlayStation 4 oder die XBox, mit welchen man sein Smartphone oder Tablet als Bildschirm für die Konsole nutzen kann, stehen beispielsweise mit Stadia von Google oder GeForce NOW Alternativen zur Verfügung, die keine entsprechende Hardware zuhause voraussetzen.

Microsoft arbeitet schon lange an einem Spiele-Streamingdienst für XBox-Games. Wer den Xbox Game Pass Ultimate abonniert, kann dann via xCloud Konsolengames der Redmonder auf dem Smartphone oder Tablet spielen, ohne eine XBox besitzen zu müssen. Ursprünglich war geplant, dass eine entsprechende xCloud-App für iOS, iPadOS und Android erscheint.

App für iOS & iPadOS auf Eis

The Verge berichtet nun, Microsoft wird die xCloud-App vorerst nur für Android-Systeme veröffentlichen. Als Grund nennt das Blatt die strengen Regeln für den App Store, speziell wie Apple mit Verbindungen von manchen Remotedesktop-Clients bzw. Cloud-Diensten umgeht. Der iPhone-Hersteller erlaubt direkte Verbindungen eines iPhones oder iPads mit einer Spielkonsole oder einem PC nämlich nur, wenn sich alle Geräte im selben lokalen Netzwerk befinden (Punkt 4.2.7 in den Richtlinien). Man kann zwar Stadia-Games oder die PlayStation 4 über ein mobiles Netz verwalten, spielen ist aber nicht möglich.

Ein weiterer Punkt, der für das vorläufige Aus der iOS- und iPadOS-Variante von xCloud verantwortlich ist, sind die Einschränkungen für Tester. Apple erlaubt via Testflight maximal 10.000 Nutzer. Zudem muss der jeweilige Anbieter, im Fall von xCloud also Microsoft, die Rechte an dem zu testenden Spiel besitzen. Anfang des Jahres fand deshalb lediglich ein Beta-Test mit "Halo: The Master Chief Collection" statt.

Gegenüber Business Insider hat sich Apple zu den jeweiligen Richtlinien geäußert und bestätigt, dass Cloud-Gaming strengen Regeln unterliegt und deshalb das Spielen von Sadia- oder xCloud-Games nicht möglich ist.

Microsoft startet Partnerschaft mit Samsung

Solange Apple seine Richtlinien für den App Store nicht ändert, wird xCloud nicht für iOS oder iPadOS veröffentlicht. Stattdessen ist Microsoft nun eine Partnerschaft mit Samsung eingegangen. Ab dem 15. September wird xCloud als Teil des "Xbox Game Pass Ultimate" angeboten. In-App-Käufe bei Google Play sind zwar auch streng reguliert, in der mit Samsung angestrebten Variante von xCloud können dann aber mit vorher erworbenen Token Inhalte wie DLCs oder Skins freigeschaltet werden.

Voraussetzungen für die Nutzung von xCloud:

  • Abo einer aktiven Xbox Game Pass Ultimate-Mitgliedschaft
  • Xbox-Gamepad oder anderer unterstützter Controller
  • ein Android-Mobiltelefon oder -Tablet mit der Version Android 6.0 oder höher
  • eine WLAN/LTE-Datenverbindung mit einer Geschwindigkeit von mindestens 10 MBit/s
  • die Xbox Game Pass Android-App

xCLoud für Android, PC und Konsole kostet im ersten Monat nur einen Euro, wird danach allerdings mit 12,99 Euro monatlich berechnet. Wer den Dienst auf der Konsole nutzen möchte, muss 9,99 Euro pro Monat bezahlen. Günstiger kommen PC-Spieler weg: Ab dem zweiten Monat verlangt Microsoft hier im Moment nur 3,99 Euro.

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