Bloomberg detailliert Apples Strategie der Zukunft für AR
Kommt schon bald der neue Rivale zu Oculus Rift und HTC Vive? Laut den neuesten Erkenntnissen könnte Apples eigenes Headset noch ein Weilchen brauchen - dafür wird eine weitere Variante bestätigt.

Augmented Reality als Konzept für Gaming verwenden, mit großem Headset und starker Hardware? Oder lieber AR in ein schnittiges Produkt verlegen das auch Nicht-Gamer nutzen können, wie mit einer eigenen Variante von Smart Glasses? Bislang sind die Berichte über Apples Pläne in Richtung AR und VR nicht über das eigentliche Ziel schlüssig gewesen, aber nun räumt ein neuer, aufklärender Bericht von Bloomberg mit der Unklarheit auf. Tatsächlich sind beide dieser Optionen nämlich von Apples internen Entwicklungsteams schon früh in Betracht gezogen worden, aber aufgrund von internen Verschiedenheiten sind ab 2018 starke Veränderungen der Pläne vorgenommen worden, welche das Vorhaben weiter in die Länge gezogen haben. Ob dies zum Vorteil der eigentlichen Geräte war wird sich zeigen, wenn die Headsets vorgestellt werden.
Priorität Nummer eins seit Anfang der Entwicklung ist ein Headset, welches sowohl Augmented als auch Virtual Reality einbinden soll und so speziell für Next-Level Gaming gemacht wird. Dies ist kein Geheimnis, und Teamleiter des Produktdesigns Jony Ive hat sich genau zu diesem Projekt geäußert. Ende 2018 gab es zu dem Headset grobe Meinungsverschiedenheiten, welche dazu führten dass die originale Idee eines stationären Headsets mit Hub verworfen wurde und stattdessen für eine portable Version ausgetauscht worden ist, welche ähnlich wie Facebooks Oculus Quest funktionieren soll - kabellos und unabhängig von anderen Geräten. Zwar wird dafür an potentieller Kraft des Gerätes eingebüßt, dafür funktioniert jenes aber zeitgemäß und so stressfrei wie von Apple gewohnt. Der Bericht erwähnt ebenfalls, dass das Headset trotzdem technisch fortgeschrittener als die Oculus Quest sein soll, was eine gewagte Behauptung für einen solch neuen Rivalen ist. Dabei sollen hochauflösende Displays und ein Lautsprecher-System helfen, welche den höchstmöglichen Standard besitzen.
Headset für Gaming, Brille für Assistenz im Alltag
Dies ist Projekt Nummer eins, allerdings belegt Bloomberg dass eine Brille mit AR-Funktionen ebenfalls in Entwicklung ist - hierzu hat sich Mike Rockwell, Leiter des Entwicklungsteams von knapp 1000 (!) Entwicklern, ausgesprochen. Neben dem für 2021 angepeilten ersteren Gerät (unter dem liebevollen Codenamen N421) soll so voraussichtlich erst 2023 die AR-Brille (unter dem Name 'Apple Glasses' gemunkelt) erscheinen; beide Geräte sind Teil der sogenannten Dual Device Strategie welche Apple für den Tauchgang in AR und VR angesetzt hat.
'Apple Glasses' soll dabei den Fokus auf der Assistenz des Nutzers legen und, falls gewünscht, unter anderem Informationen von Google Maps bei der Navigation oder Amazon beim Einkaufen anzeigen können. Unterstützung des Sprachassistenten Siri ist für beide Geräte von großer Bedeutung und soll als primäre Methode der Eingabe dienen, auch wenn für N421 speziell ein weiterer Controller zurzeit getestet wird. Besonders für dieses Vorhaben könnten Apples neuesten Akquisitionen geeignet sein, denn KI-Startup Voysis könnte so helfen Siri auf den Stand zu bringen der für das reibungslose Bedienen der Geräte benötigt wird.
Es ist stark zu bezweifeln, dass bei der am 22. Juni stattfindenden WWDC (Worldwide Developers Conference) offizielle Details zu den AR-Produkten offenbart werden. Dafür sind die Zeitrahmen der Veröffentlichung noch viel zu unklar und grob, und andere Produkte haben hier Vorrang: iOS 14 wird mit Sicherheit hier enthüllt und eventuell wird auch über die kommende iPhone 12 Serie etwas bei der Keynote am selbigen Tag bekannt gegeben. Trotzdem wird AR ein immer größeres Thema und mehr und mehr Unternehmen fassen die Zukunft ähnlich wie Apple auf. Während Pokémon GO Entwickler Niantic versucht eine ganze AR-Plattform für Entwickler zu erstellen, welche als Kopie der realen Welt dienen soll, hat Online-Retailer Etsy vor Kurzem AR als Möglichkeit hinzugefügt um die angebotenen Waren direkt im Raum auszutesten, ähnlich wie es IKEAs App kann.
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