Neben Spotify reicht nun auch Rakuten Klage gegen Apple ein

Apple
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Yannick

Jetzt wird es für Apple knifflig - gleich mehrere Verfahren auf EU-Kommissions-Ebene bahnen sich an, welche alle zu einer radikalen Änderung der App Store Bedingungen für Teilnehmer leiten könnten.

Neben Spotify reicht nun auch Rakuten Klage gegen Apple ein

Apples eigener App Store steht nun schon seit einiger Zeit unter konstantem Beschuss in Sachen Fairness gegenüber den Konkurrenten - insbesondere gegenüber jenen, die die eigene App auf dem App Store vertreiben. Die neueste Entwicklung in diesem Thema ist ein Bericht der Financial Times in dem erwähnt wird dass Rakuten plant, eine Klage gegen Apple auf Ebene der Europäischen Kommission einzureichen. Dies steht parallel zu den eigenen Verfahren dass die EU-Kommission gegen das Unternehmen vor kurzer Zeit eingeleitet hat - Plural. Einerseits will die Kommission die Regelung anfechten, dass Apple 30 Prozent aller Einnahmen von In-App Käufen zugehöriger Apps behält, und andererseits fechtet die Kommission ebenfalls das Verbot von Apple gegenüber den vertriebenen Apps an, die Nutzer der Apps nicht über alternative Kaufmethoden informieren zu dürfen. Um das erste Thema speziell geht es Rakuten und der eigenen eBook-App Kobo, welche unter der Regelung des 30%-igen Verlusts aller Einnahmen stark leidet und benachteiligt wird.

Kobo nimmt essentiell nur 70% des Preises jedes auf der eigenen App angebotenen eBooks ein, was dann noch einmal mit dem Autor des Buchs aufgeteilt werden muss. Das Argument das Rakuten in der Klage hervorbringt ist, dass es für Kobo unter dieser Regelung unmöglich wird einen profitablen eBook Store am Laufen zu halten, während der eigene eBook Store von Apple nicht von dieser Regelung betroffen ist. Dies wird als Verstoß gegen supranationales Wettbewerbsrecht auf EU-Ebene gesehen und steht im Zusammenhang mit einer ähnlichen Klage, die Spotify letztes Jahr im März eingereicht hat. Die 30 Prozent Regelung betrifft alle Arten von Apps, nicht nur eBook Stores, und so ist auch Spotify mit den eigenen Abonnements bis heute vom Abzug der Einnahmen betroffen.

Was legale Probleme angeht, hat sich Apple jedoch in den letzten Fällen als kompromissbereit erwiesen. So hat Apple für Amazon Prime Video und ähnliche Streaming-Apps eine Ausnahme der 30 Prozent Regelung bereitgestellt und hat ebenfalls einen Deal von rund 500 Millionen US-Dollar vorgeschlagen um sich aus dem Fall der iPhone-Drosselung zu befreien, was vor Kurzem von einem zuständigen Gericht als valide Lösung akzeptiert worden ist. Trotzdem wird sich die Regelung noch weiterhin als kritisches Problem für das Unternehmen erweisen, denn während tausende Apps unter den Verlusten leiden bringt die Regelung ein starkes Plus in die Service-Abteilung von Apple ein. Jene zu entfernen oder in einer anderen Weise abzuändern, würde zu einem wichtigen Unterschied in Apples generellen Einnahmen leiten.

1 Kommentar

Bitte korrekt recherchieren...

...gut, 30% mögen recht viel sein - ABER: 1.) Wird bei einem fortlaufenden Abo >12 Monate dieser Betrag auf 15% reduziert! 2.) Wie viel offensichtlicher Schrott mit unlauteren Optionen im Google-Play-Store angeboten wird - ganz zu schweigen von den unendlichen vielen Fake Bewertungen. All das hast Du nicht bei Apple!

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