Disney+: Werbefinanzierter Tarif mit maximal 4 Minuten Werbung pro Stunde

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Hendrik

Um den Streamingmarkt weiter aufzumischen gab Disney+ vor wenigen Monaten die Einführung eines neuen Tarifes bekannt. Nun kommen hierzu weitere Details ans Licht.

Disney+: Werbefinanzierter Tarif mit maximal 4 Minuten Werbung pro Stunde

Disney+ ist der Senkrechtstarter unter den Streamingdiensten. Innerhalb von zwei Jahren ist die Anzahl der registrierten Nutzer von 26,5 Millionen auf knapp 140 Millionen gestiegen. Die Spitze des Eisberges soll damit allerdings noch nicht erreicht sein. Wie das Unternehmen verlauten ließ, plane man ein günstiges, werbefinanziertes Abonnement auf den Markt zu bringen. Der Tarif sollte Berichten aus dem März zufolge noch in diesem Jahr in den USA an den Start gehen. Danach wurde es lange Zeit still um das geplante Vorhaben. Nun kommt wieder Bewegung in die Sache.

Das Wall Street Journal und Variety berichten übereinstimmend, dass Disney+ in einem Zeitraum von einer Stunde maximal vier Minuten Werbung platzieren will. Damit würde Disney+ genauso viel Werbung zeigen wie HBO Max. Beim Neuling Peacock schauen sich Nutzer fünf Minuten Lobpreisungen verschiedenster Unternehmen an, bei Hulu sind es sogar 9 bis 12 Minuten pro Stunde. Doch selbst 12 Minuten scheinen im Vergleich zur Werbedauer im Free TV noch angenehm zu sein. Hier beträgt die Dauer der Werbeunterbrechung laut Angaben von Kantor zwischen 18 und 23 Minuten pro Stunde. 

In einem Interview mit TechCrunch gibt Disney+ zu Protokoll, dass man beim Vorschulprogramm komplett auf Werbung verzichten werde. Zur möglichen Preisgestaltung äußerte sich das Unternehmen bisher jedoch nicht. Bislang zahlen Kunden 8,99 Euro im Monat bzw. 89,90 Euro im Jahr. Disney+ könnte die Möglichkeit nutzen, um das werbefinanzierte Abonnement unterhalb dieser Preisgrenze anzusiedeln und gleichzeitig den Preis für den "normalen" Tarif moderat anzuheben. 

Neben Disney+ denkt übrigens auch Netflix über ein solches Modell nach. Zuletzt schwächelte der Marktführer in Hinblick auf die Nutzerzahlen und will daher verschiedene Möglichkeiten ausloten, wieder vermehrt Nutzer vom Streamingdienst zu überzeugen. 

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