Könnte das Ende von Intel-Chips für Macs bevorstehen?

Mac News
Yannick

Seit 36 Jahren schon laufen Macs unter Prozessoren, die extern von Intel hergestellt werden - parallel zur A-Serie der iPhones und iPads. Nun könnte bald eine historische Wende passieren, die Apple selbstständiger denn je machen würde.

Könnte das Ende von Intel-Chips für Macs bevorstehen?

Dass Apple an einer Alternative zu den klassischen Intel-Prozessoren für die hauseigenen Macs arbeitet, ist schon seit einiger Zeit gemunkelt worden. Speziell Bloomberg hat hier vermutet, dass mindestens ein Mac im kommenden Jahr einen eigens hergestellten Prozessor besitzen wird, was stark an Produktions- und Handelskosten sparen würde und das Gerät auch für den Endnutzer günstiger gestalten würde. Dadurch dass jedoch ebenfalls von einer ganzen Reihe an neu hergestellten, eigenen Chips - unter dem Codenamen Kalamata - geredet wird, wird weiter angenommen dass dies nicht nur bei einem Einmal-Experiment bleibt, sondern auf lange Sicht gesehen die Intel-Reihe komplett ersetzten soll. Diese Idee nimmt nun, knapp anderthalb Monate später, weiter Form an, da Bloomberg weiterhin über einen Zeitraum berichtet in denen die neue Technologie vorgestellt werden soll - und welcher Zeitraum ist hier besser geeignet als WWDC20 (Worldwide Developers Conference 20), Apples eigene Entwickler-Veranstaltung welche in diesem Jahr erstmalig online abgehalten wird.

Der 22. Juni steht als Starttermin für die jährliche Veranstaltung fest, und so liegen nur noch knappe zwei Wochen zwischen der einmaligen 2020er Version des Events. Normalerweise benutzt Apple die Plattform für aufstrebende Entwickler auch um die wichtigsten Veränderungen in eigener Hardware und Software vorzustellen - so wurde die WWDC in vergangenen Jahren benutzt um unter anderem iOS 13, Verbesserungen an der Apple Watch und Live Radio für Siri zu präsentieren. Auch dieses Jahr werden viele Neuigkeiten zu altbekannten Themen erwartet. Insbesondere die neuen Updates iOS 14, macOS 10.16 und watchOS 7 werden sehnsüchtig angestrebt, welche alle ihren Platz in der Konferenz erhalten sollen, und laut einem neuen Report von Bloomberg sollen die neuen Chips ebenfalls vorgestellt werden.

Mehr Leistung, mehr Akku, weniger Kosten

Die eigene A-Serie an Chips hat sich überraschend positiv auf Apples Produktionslinie ausgewirkt. Sowohl iPhones als auch iPads verfügen seit nun über zehn Jahren über die eigens produzierten und abgepassten Chips, und in Sachen Performance und Kosten hat sich diese Entscheidung immer wieder bewiesen. Jene Serie auch für den Desktop einzuführen ist eine ironischerweise recht simple Idee, könnte sich jedoch als gleichermaßen lukrativ für alle Parteien erweisen. Somit erläutert Bloomberg, dass die neuen Chips auf genau derselben Technologie der A-Serie basieren sollen und als 12-Kern ARM Chip entwickelt werden. Jene sollen mit einem 5 Nanometer-Herstellungsprozess fabriziert werden und so selbst die Chips von Intel leistungsmäßig schlagen. Bloomberg erwähnt ebenfalls, dass das Entwicklungsteam hinter den neuen Chips bereits eine Verbesserung in GPU Performance, Batterieleistung und Schnelligkeit von künstlichen Intelligenzen wahrnehmen konnte.

Zunächst sollen die Mac Laptops von der Umstellung profitieren und als erstes Experiment fungieren. Danach könnten sich die neuen Chips definitiv in den Desktop Versionen des Mac sehen lassen, allerdings könnte bis zu diesem Punkt noch eine Weile verbleiben damit die Prozessoren speziell auf jene Systeme abgepasst werden können - nicht umsonst gelten die Chips als maßgeschneidert, und Apples Standards werden für einen reibungslosen Übergang auf die Desktop Macs genau so viel Zeit voraussehen, wie benötigt wird. Die Keynote, in der Apple diese Veränderung ankündigen wird, ist regulär immer am Anfang der Veranstaltung eingeplant, also könnte man trotz der wochenlangen Dauer von WWDC20 schon am 22. Juni die Neuigkeiten zu den neuen Prozessoren bekommen.

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