Apple veröffentlicht Quartalsergebnis: Weniger schlecht als erwartet
Am gestrigen Abend hat Apple das Quartalsergebnis der letzten drei Monate verkündet. Wie erwartet musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang verkraften. Während Hardwareverkäufe dem allgemeinen Trend folgend sanken, wird die Dienstesparte immer mehr zum Zugpferd.

Vor einigen Wochen bestätigte Apple, dass am Abend des 3. August die Ergebnisse für das dritte Quartal bekanntgegeben werden. Das erste Quartal beginnt für Apple aus unternehmerischer Sicht bereits im Oktober des Vorjahres, weshalb wir nun über das abgelaufene dritte Quartal sprechen und uns inzwischen schon im letzten Abschnitt des Geschäftsjahres befinden.
Welche Ereignisse fielen in den Zeitraum zwischen April und Juni? Das größte Spektakel dürfte zweifelsohne die Worldwide Developers Conference im Juni gewesen sein, in deren Zuge unter anderem das 15 Zoll MacBook Air, der Mac Studio M2 Pro/M2 Ultra, der Mac Pro M2 Ultra sowie die Apple Vision Pro präsentiert wurden. Bis auf die Vision Pro befinden sind alle Neuzugänge bereits seit einigen Wochen im Handel.
Einen Umsatzrückgang konnte die neue Hardware jedoch nicht verhindern. Zwischen April und Juni verzeichnete Apple einen Gesamtumsatz von etwa 81,8 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von ungefähr einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Gewinn wird mit 19,88 Milliarden Dollar angegeben. Im dritten Quartal 2022 erreichte Apple noch einen Umsatz von 82,96 Milliarden Dollar bei einem gleichzeitigen Gewinn von 19,4 Milliarden.
Weniger Hardware, dafür mehr Dienste
In den letzten Jahren schien es, als sei Apple angesichts steigender Verkaufszahlen im Hardware-Bereich gegenüber der negativen Entwicklung auf dem Markt immun. Nun muss sich das kalifornische Unternehmen jedoch eingestehen, dass man auch in Cupertino von der allgemeinen Verkaufsflaute eingeholt wurde.
Die Absätze beim iPad, iPhone und Mac sanken, während man bei den Wearables und Zubehörprodukten eine leichte Umsatzsteigerung feststellen konnten. Es zeigt sich jedoch, dass die in den vergangenen Jahren erstarkte Dienstesparte immer mehr zur Konstante bei Apple wird. Mit inzwischen einer Milliarde aktiver Abos blickt Apple-CEO Tim Cook diesbezüglich auf ein erfolgreiches letztes Quartal zurück.
Der Coup: Die Diskrepanz zwischen Aufwendungen und Erträge ist im Bereich der Dienste besonders lukrativ, weshalb sich Komponentenmangel oder Preissteigerungen für Rohstoffe dort weniger stark auf die Gesamtbilanz auswirken. Ingesamt erzielte das Unternehmen im Dienstesegment, zu der unter anderem Apple TV+ oder der App Store gehört, einen Umsatz in Höhe von 21,2 Milliarden Dollar (Vorjahreszeitraum: 19,6 Milliarden Dollar). Im Ergebnis konnte Apple somit trotz sinkender Umsätze im Vergleich zum Vorjahr einen etwas höheren Gewinn einfahren (19,9 zu 19,4 Milliarden Dollar).
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