Das neue MacBook Pro mit Apples M1 Pro CPU - ein Erfahrungsbericht und Auswahlkriterien

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AppTickerTeam

Die neuen MacBooks Pro sind da, ein 14 Zoll Gerät ist auch auf meinem Schreibtisch gelandet und wird nun auf Herz und Nieren getestet. Es wird über die ersten Eindrücke berichtet.

Das neue MacBook Pro mit Apples M1 Pro CPU - ein Erfahrungsbericht und Auswahlkriterien

Vor wenigen Tagen hat Apple die neuen MacBooks präsentiert und die Präsentation war zugegebenerweise sehr beeindruckend. Während in den Jahren davor Apple vieles bei den MacBooks falsch gemacht hat, wie z.B. die Tastatur, Touchbar, fehlender MagSafe-Anschluss, SD Kartenleser usw., so schien es als würde Apple mit der neuen Generation nicht nur die neuen CPUs einführen, sondern auch die Fehler der vergangenen Jahre wieder beseitigen wollen.

So wurde bei den neuen MacBooks die lästige Touchbar wieder abgeschafft, wieder eine vernünftige Tastatur verbaut, auch der MagSafe-Anschluss ist wieder da, genauso wie der Kartenleser und sogar ein HDMI und Kopfhöreranschluss.

Die neuen CPUs brauchen vermutlich nicht gesondert erklärt werden, der von Apple versprochene Leistungssprung sollte inzwischen allgemein bekannt sein.

2021er Apple MacBook Pro, welche Auswahlkriterien setzt man an?

Bei den neuen 2021er MacBooks steht der potentielle Käufer im wesentlichen vor zwei Auswahlkriterien. Welche Gehäusegröße nimmt man 14, oder 16 Zoll und für welche CPU entscheidet man sich. Soll es die M1 Pro, oder die M1 Max werden und dann ggf. die Anzahl der CPU bzw. GPU Kerne.

Da die neuen M1 CPUs nicht nur Leistung im Überfluss liefern, sondern sich in beiden Gehäusen konfigurieren lassen, so hängt die Entscheidung zwischen dem 14er und 16er MacBook Pro einzig davon ab wie viel Wert man auf ein großes Display unterwegs legt.

Ich selbst bin die letzten Jahre sehr gut mit dem 13,3 Zoll MBP zurecht gekommen. Im Büro wird ohnehin ein Widescreen Monitor von LG angeschlossen, unterwegs hat man ein kleines und sehr portables Gerät mit einem immer noch ausreichen großen Bildschirm. Die Entscheidung war entsprechend sehr einfach, so dass nur ein 14 Zoll Gerät in Frage kam.

M1 Pro, oder M1 Max, für welche CPU sollte man sich entscheiden?

Lässt man die Preisfrage vorerst außenvor und schaut sich lediglich die technischen Aspekte an, so lässt sich feststellen, dass die wesentlichen Unterschiede in der Anzahl der maximal konfigurierbaren GPU-Kerne und der maximalen Größe des Arbeitsspeichers bestehen.

Die M1 Pro CPU ist mit maximal 16 GPU-Kernen und maximal 32GB Arbeitsspeicher verfügbar, die M1 Max CPU kann dagegen mit bis zu 32 GPU-Kernen und 64GB RAM konfiguriert werden.

Benötigt man ohnehin eher weniger CPU- und GPU-Leistung, so ist die Entscheidung recht einfach. Der M1 Pro lässt sich auch mit lediglich 8 CPU und 14 GPU-Kernen konfigurieren und sollte damit für die meisten Aufgaben mehr als ausreichend performant sein.

Hat man vor sehr grafiklastige Spiele zu spielen (so sollte man sich vielleicht eine Sony PS5 kaufen) und Videos zu bearbeiten, so wäre die in dem Bereich höhere Performance der M1 Max CPU gefragt. Ansonsten wird auch die M1 Pro CPU in den meisten Fällen den Perfomancebedarf sehr gut decken.

Da es in meinem Fall sich um ein Arbeitsgerät handeln würde, auf dem viele leistungshungrige Programme wie z.B. Xcode gestartet werden, jedoch kaum Spiele gespielt und nur hin und wieder längere Videos geschnitten, so viel die Auswahl auf die größte M1 Pro CPU. Die M1 Max CPU war aus dem Rennen, da diese lediglich im Bezug auf die GPU-Kerne größere Auswahl bieten würde.

Was den RAM betrifft, so würde ich doch lieber zu 32GB greifen, insgesamt wäre meine Wunschkonfiguration bei einem 14 Zoll, mit dem größten M1 Pro, 32GB RAM und 512GB Festplatte. Dies hätte jedoch eine Wartezeit von ca. bis Mitte Dezember bedeutet, so wurden daraus lediglich 16GB und 1TB Festplatte.

Wie schnell ist das MacBook Pro mit der M1 Pro CPU im Betrieb?

Frisch von Apple Store abgeholt konnte das MacBook lediglich genauer inspiziert werden. Das Gehäuse ist ein wenig dicker und insgesamt gradliniger als das von dem alten MBP. Bleibt allerdings weiterhin recht kompakt und liegt gut in der Hand und auf dem Schoss, wenn man damit auf der Couch arbeiten möchte. Nach der genaueren Betrachtung war die Wiederherstellung aus einem Time Machine Backup angesagt, dies hat grob gerechnet um die 6 Stunden gedauert. Danach konnte jedoch direkt mit macOS Monterey gestartet werden, das ursprüngliche Backup stammte von einem Big Sur MBP.

Die Befürchtung, dass nach dem Umstieg viele Programme gar nicht laufen würden hat sich insgesamt nicht bestätigt. Es erschien lediglich ein einziges Mal ein Hinweis, dass Rosetta 2 installiert werden muss. Das wars, seit dem läuft alles wie gewohnt.

Die Performance des neuen MBP ist beeindruckend. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man den Lüfter im Normalbetrieb nicht nur nie zu hören bekommt, sondern das ganze Gerät bleibt die meiste Zeit so kühl, wie mein vorheriges MBP nur innerhalb der nächsten 5 Minuten nach dem Einschalten war.

Ebenso beeindruckend ist auch wie langsam die Batterie verbraucht wird. Man könnte was meinen Apple hätte irgendwo ein unsichtbares Kabel verbaut, mit dem das Notebook zwischenzeitlich nachgeladen wird. Während ich diesen Text über eine Stunde lang (mit Unterbrechungen) geschrieben habe, ist der Akkustand von 100% auf lediglich 97% gesunken.

Beim Videoschnitt konnte das Notebook bisher nicht getestet werden, dafür jedoch einige Flüge in dem Spiel Liftoff, in einem Simulator für FPV Drohnenflüge. Geladen wurde das Spiel über Steam, lässt sich trotz der M1 CPU ohne jegliche Probleme spielen und zwar mit den maximalen Grafikeinstellungen bei einer 3.440 x 1.440 px Auflösung bei stabilen 50FPS. Das vorherige Intel-MacBook hat dies nicht mal ansatzweise geschafft.

Bisherige Befürchtungen, dass die 16GB RAM vielleicht nicht ausreichen würden haben sich übrigens nicht bestätigt. 

Vorübergehenden Dämpfer hat es dennoch gegeben. Meine externe M2 SSD ließ sich nicht direkt über USB-C mit dem neuen MBP betreiben. Mit einem Kabel von USB-C auf USB-A und einem USB-C Adapter lief die zwar, jedoch eher langsam. Mit einem anderen USB-C auf USB-C Kabel ebenso. Ein Update auf macOS Monterey 12.0.1 hat jedoch auch dieses Problem gelöst.

Wie störend ist die Notch bei dem neuen MacBook Pro?

Nach meinem persönlichen Empfingen ist die Notch absolut nicht störend. Ja, es ist ein schwarzer Bereich in der Mitte oben am Bildschirm, jedoch nur so hoch wie die Leiste mit den üblichen Menüs und Icons. Dafür wird jedoch kein Platz an diese Leiste verschenkt und die Displayränder können sehr schmall bleiben.

Fazit und Verfügbarkeit

Zumindest aus der bisherigen Erfahrung steht mein Fazit fest. Mit den neuen MacBooks Pro hat Apple wieder sehr gute und sehr schnelle Geräte herausgebracht. Der Umstieg von den Intel CPUs auf ARM klappt reibungslos und wer nicht unbedingt auf die maximale Performance im Grafikbereich angewiesen ist, der kann ruhig zu der M1 Pro CPU greifen.

Derzeit sind die Geräte bei Apple nur mit recht langen Wartezeiten bestellbar, bei Amazon schwankt die Verfügbarkeit jedoch immer wieder zwischen Lieferung am nächsten Tag, bis zu längeren Wartezeit.

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