Update: So möchte Intel es schaffen, Apple als Kunden zu gewinnen

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Julia

Nachdem Intel gestern veröffentlichte, dass es seine Geschäftsstrategie ändern und Drittanbieter wie Apple mit individuellen Chips beliefern wolle, erklärte das Unternehmen heute, wie Apple umgestimmt werden soll: Durch freundliche Zusammenarbeit, angebotene Qualität und vermiedene Abhängigkeiten.

Update: So möchte Intel es schaffen, Apple als Kunden zu gewinnen

Intel möchte seine Geschäftsstrategie ändern und demnächst auch für Drittanbieter individuell angefertigte Chips produzieren. Darüber berichteten wir gestern. Ein potenzieller Kunde soll auch Apple sein. Während gestern noch nicht klar war, wie Intel Apple davon überzeugen möchte, seine ARM-Chips zu produzieren, legte Gelsinger, der CEO von Intel, heute nach. Der Wettbewerb zwischen den beiden großen Firmen bereite ihm Spaß, trotzdem hoffe er, sich endlich mit Apple zu versöhnen und zusammenarbeiten zu können.

Produzieren für Apple: Abhängigkeiten lösen und versöhnen

Letztes Jahr kamen die ersten Computer mit Apples hauseigenem M1 Chip auf den Markt. Damit begann eine neue Ära für das Unternehmen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen alle Geräte auf den ARM-Chip umgestellt werden. Für Intel bedeutet dies nicht nur, dass sie einen großen Kunden verloren haben, da Apple keine x86 Chips mehr kauft, sondern auch, dass sie einen Konkurrenten dazugewonnen haben. Aus dem Grund startete Intel vor ein paar Wochen mehrere Werbekampagnen, in denen sie die Vorteile ihrer eigenen Chips gegenüber Apples M1 Chip hervorgehoben haben. Mehr noch, sie stellten den M1 Chip als minderwertig dar.

Nun wendet sich allerdings das Blatt, denn Intel möchte wieder mehr Marktpräsenz. Um dies zu erreichen, sollen alle Firmenkapazitäten ausgebaut werden. Das Unternehmen plant, Chips für andere Unternehmen zu produzieren und zu liefern. Eines dieser Unternehmen soll auch Apple sein. Das Problem, das Intel dabei hat, ist Apples eigentlicher Produzent TSMC. Denn die Zusammenarbeit zwischen Apple und TSMC läuft gut, Apple ist zufrieden mit seinem Partnerunternehmen. Gelsinger verrät, wie er Apple die Fertigung in seiner Firma schmackhaft machen möchte: Seiner Meinung nach sei Apple abhängig von TSMC. Diese Abhängigkeit könne man nur lösen, indem man auch andere Firmen beauftragt, wie Intel: Wir wollen ihnen großartige Möglichkeiten bieten, auch unsere Dienstleistungen in der Chipfertigung zu nutzen, so wie wir auch mit Qualcomm und Microsoft zusammenarbeiten. Die angebotene Technologie sei dabei von erstklassiger Qualität und einzigartig, keine andere Firma der Welt könne diese liefern.

Allerdings ist das nicht Intels einziges Problem. Denn die vorigen Werbekampagnen lassen es unglaubwürdig erscheinen, dass Intel Apple plötzlich als Kunden will und plant, die Chips zu produzieren, die einige Wochen zuvor noch minderwertig gewesen waren. Auch dafür hat Gelsinger eine Erklärung parat: Der Wettbewerb geschehe nur aus Spaß, es handele sich um nicht mehr als eine freundliche Rivalität. Dass Apple nicht auf den Wettbewerb eingegangen ist, scheint nicht zu interessieren: Die Kampagnen seien nicht ernst gemeint gewesen, viel mehr geschahen sie aus dem einzigen Grund, dass es dank Apple endlich wieder neue Innovationen auf dem Markt gäbe. Die Pc-Nachfrage sei absolut in die Höhe geschossen: Die Welt braucht mehr davon, und mit Apple und dem Mac-Ökosystem gibt es einen Konkurrenzkampf, der Spaß macht.

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