Rückblick auf die Gerüchteküche (iOS): Was war wahr?

iOS
Yannick

Und somit endet Apples Keynote rund um alle neuen Software-Updates des kommenden Herbsts. Besonders über iOS 14 war aber vieles schon vor der Präsentation bekannt - wir fassen alle Leaks zusammen und prüfen, ob sich jene bewahrheiten konnten.

Rückblick auf die Gerüchteküche (iOS): Was war wahr?

Die vor nicht einmal 24 Stunden gehaltene Keynote zum Start der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) brachte knapp zwei Stunden an geballter Information zu Apples neuester Software, und sogar ein wenig über die kommende Hardware. Während viele der angekündigten Neuerungen stilsicher als Überraschung gelten, wie die Einführung von App Clips womit man für bestimmte Funktionen nicht mal mehr die zugehörigen Apps herunterladen muss, wurde jedoch über viele der neuen Features teilweise Monate zuvor bereits gemunkelt. Insider und Leaker hatten hier unter anderem Early-Build Versionen von iOS 14 aufgefangen und den Code durchlaufen, dessen Strings auf viele Neuerungen deuteten - von welchen manche gestern genannt worden sind und manche jedoch weiterhin unklar bleiben. Wir gehen einmal die prominentesten Gerüchte der letzen Monate über iOS 14 durch und schauen, ob das Update den hohen Erwartungen entgegen kommen konnte.

iPhoneOS + Homescreen

Mit dem Beginn der Präsentation ist auch direkt schon eine der neuesten Gerüchte zur Strecke gebracht worden, denn iOS 14 bleibt weiterhin bei der originalen Bezeichnung und wird nicht zu iPhoneOS umbenannt. Oder besser gesagt zurück benannt - iPhoneOS war bis Mitte 2010 der offizielle Name des iPhone Betriebssystems. Insider Jon Prosser von Front Page Tech hatte so kurz vor der Keynote auf Twitter nur die Phrase 'iPhoneOS' gepostet, was Grund zu Annahme lieferte dass Apple wieder zum alten Namen zurückkehren wollte. Dies hat sich jedoch nicht bewahrheitet und iOS bleibt iOS.

Eine der auffälligsten Updates ist definitiv die Einführung der App Library, welche bestimmte Apps automatisch kategorisieren kann um Platz zu sparen und Übersichtlichkeit fördert. Dies steht direkt im Vergleich zu der Listenansicht, welche vor ein paar Monaten in einem Screenshot geleakt worden ist - während jene optisch etwas anders aufgebaut ist und mehr Platz verbraucht, funktioniert jene ähnlich mit Headern wie 'Vor Kurzem benutzt' und versucht, die überhäuften Seiten des Homescreen etwas aufzuräumen. Die App Library kann als Entwicklung des Konzepts gesehen werden, kann jedoch noch viel mehr und passt sich mit aktiver Nutzung besser an den individuellen Gebrauch des Nutzers an.

Die zweitgrößte Veränderung für den Homescreen sind definitiv die neuen Widgets. Sowohl iOS als auch iPadOS 13 besaßen bereits Widgets, welche jedoch im Kontrast zu den Widgets auf Systemen wie Android in der Nutzung stark begrenzt waren. Im April sind aber Hinweise darauf gefunden worden, dass mit einem neuen Feature namens 'Avocado' Widgets komplett umstrukturiert werden könnten und für den Nutzer frei anpassbar werden. Dies hat sich bewahrheitet - iOS 14 erlaubt Nutzern Widgets von nativen Apps nicht nur frei zu verschieben, vergrößern und verkleinern, sondern jene sogar mithilfe von Smart Stack zu stapeln, welches das schätzungsweise relevanteste Widget ganz oben anzeigt.

Siri, Übersetzer + Third-Party Apps

Anfang dieses Monats wurde ebenfalls gemunkelt dass Apples eigener Browser Safari eine Erweiterung erhalten soll, die Siri mit der App vereinigt um uneingeschränkten Zugriff auf hochwertige Übersetzungen zu erhalten. Dies ist teilweise richtig - während explizit Safari leider kein solches Feature erhält, kommt mit dem Update die neue Übersetzer-App, welche über eine neuronale Engine verfügt die auch bei den Leaks über Safari mit von der Partie war. Mithilfe der neuronalen Engine können Sätze auch offline schnell und akkurat übersetzt werden, welche dank Unterstützung von Siri nicht einmal eingetippt werden müssen sondern frei gesprochen werden können.

Am Rande erwähnte das Unternehmen in der Konferenz ebenfalls dass iOS 14 dem Nutzer erlauben soll, Standard-Apps für bestimmte Funktionen frei anzupassen und sich näher an Third-Party Apps rantasten möchte. Hier gilt als prominentestes Beispiel Spotify, welches genau diese Entwicklung prognostizierte als sich Apple in den letzten Jahren (und auch noch heute) mit dem Thema Ausgrenzung von Third-Party Apps beschäftigen musste.

CarKey + mehr!

Die letzte nennenswerte Neuerung die vor der Keynote schon angedeutet worden ist, betrifft Apple CarKey. Das iPhone zu benutzen um das Auto aufzuschließen ist mit der Ankunft von iOS 13.4 angedeutet worden, allerdings wird diese Funktionalität mit iOS 14 voll entwickelt um komfortables Aufschließen dank Ultra-Wideband zu ermöglichen - die erste Automarke die hiermit kompatibel werden soll ist BMW, speziell mit den neuesten Modellen, wie vor ein paar Monaten bereits berichtet.

Insgesamt ließen sich so fast alle der frisch eingebrachten Verbesserungen schon in der ein oder anderen Weise über die letzten Monate absehen, was groß mit dem geleakten Early-Build von iOS 14 zusammenhängt. Trotzdem gab es immer noch einige Überraschungen, die das Betriebssystem noch geschmeidiger und intuitiver machen als bislang geschätzt worden ist, nicht zuletzt dank den großartigen Verbesserungen zum Homescreen. In Teil 2 der WWDC Gerüchte-Coverage geht es rund um die Themen Mac, iPadOS und alles andere, was gestern präsentiert worden ist.

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